Von Pilzen und Bienen

September 7, 2010

Hallo ihr Lieben,

ihr wundert euch bestimmt schon weshalb das so lange dauert bis wir hier wieder etwas schreiben?

Ganz einfach: Weil wir so Naturverbunden sind dachten wir uns letzte Woche Dienstag, dass es doch eine tolle Sache wäre, ein paar Pilze im Wald zu sammeln und uns eine leckere Pilzsuppe zu zaubern!

Also ab in den Wald zwischen Trebnitz und Alt-Rosental, das ist dort wo wir im Moment arbeiten (aber dazu später mehr…), auf der Lichtung hinter den Gleisen der Niederbarnimer Eisenbahn sollte es Unmengen von Pilzen geben, also nichts wie hin! Innerhalb einer halben Stunde hatten wir unseren Stoffbeutel voll mit den verschiedensten Pilzsorten! Wir träumten schon- wozu noch arbeiten wenn man in der Natur innerhalb einer halben Stunde ein Abendessen findet!

Zurück in unserer Küche setzten wir uns mit Pilzbuch in der Hand dran, unsere Pilze zu bestimmen. Das Buch machte Mut, es schien unmöglich sich mit Pilzen zu vergiften, außerdem brummte uns Mittlerweile doch ordentlich der Magen, es war schon spät geworden, so dass wir bald alle Pilze in den Topf warfen. Mit etwas Öl, Zwiebeln und einem Pürierstab zauberten wir eine leckere Suppe

So weit so gut.

Am Morgen musste ich etwas früher auf der Arbeit sein und aufgrund eines Platten am Fahrrad auch noch laufen. Merkwürdigerweise fühlte sich mein Bein taub an und etwas schummrig war mir auch. Eine halbe Stunde später fingen wir an am Rande des Oderbruchs Bienenvölker auf den LKW zu laden, die hier im Juli standen um leckeren Sonnenblumenhonig zu sammeln. Bald musste ich mich das erste Mal übergeben und nach kurzer Telefonkonferenz stellte sich heraus, dass es Melanie genauso ging! Nach dem dritten Mal Übergeben wurde es unseren Chefs zu heikel, wir fuhren zum Krankenhaus in Seelow, denn allen war klar, der Grund von all dem konnten nur die Pilze sein! Nach tollen Tipps von zwei Russischen Ärzten in Seelow die uns darüber Aufklärten wie viel Sinnvoller es ist Pilze im Restaurant zu essen, statt selbst zu sammeln und wenn schon dann wenigstens mit Wodka zusammen zu sich zu nehmen, wurden wir bald mit Blaulicht ins Klinikum Frankfurt-Oder verfrachtet. Dort wartete zufälligerweise schon das ZDF mit einem Pilzexperten  auf uns. Wir werden versuchen das Video zu ergattern und hier einzustellen!

Nach einer Urinprobe stellte sich bald heraus was alle befürchtet hatten. Wir hatten mehrere „Grüne Knollenblätterpilze“ gegessen, den König der Giftpilze der schon einen Papst und einen Kaiser ins Jenseits befördert hatte! Waren wir die nächsten?

Glücklicherweise gab es in Frankfurt fitte Leute die uns sofort versorgten. Wir wurden an alle möglichen Geräte angeschlossen und in alle verfügbaren Venen wurde etwas rein gepumpt. So verbrachten wir einige Tage in Frankfurt ohne zu wissen, ob es morgens oder abends ist. Da bald das Wochenende nahte und unsere Leberwerte aufgrund des Giftes viel zu hoch waren, wurden wir in die Charité Berlin verlegt wo es auf der Intensivstation weiterging! In Berlin hätte es im Notfall Ärzte gegeben die eine Leber transplantieren können. Nach einer Woche in verschiedenen Krankenhäusern durften wir endlich nach Hause gehen. Die Leberwerte sind immer noch zu hoch aber mit striktem Alkoholverbot und eingeschränktem Proteinkonsum bekommen wir den Rest jetzt allein in den Griff!

So das war jetzt hoffentlich nicht zu lang, bald gibt’s mehr von uns, dann auch wieder zum Thema Bienen und anderen spannenden Sachen!

Bis bald!

Christoph

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Mela und Christoph in Neuseeland - auf diesen Truck passen 520 Bienenkisten

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